Projekte/Exkursionen
Exkursion zum Bayerischen Landtag
Kilian Strobel, 10b
Um einen genaueren Einblick in die Abläufe bei der Gesetzesarbeit des Bayerischen Landtages zu erhalten, fuhren die Klassen 10b und 10c unter der Leitung von Herrn Hellmann am 18.12.2006 in den Bayerischen Landtag nach München.
Nach einer kurzweiligen Busfahrt erreichten wir gegen 10:00 Uhr das Maximilianeum, um dort sogleich in das Planspiel "der Landtag sind wir!" eingewiesen zu werden. Jeder Schüler agierte in verschiedenen Gremien (Franktions-, Ausschuss- und Plenarsitzung) oder wurde dem Presseteam zugeteilt, das über die Sitzungen berichtete, Interviews durchführte und dazu auch eine Zeitungsseite erstellte.
Nach Bildung der einzelnen Fraktionen begann sofort die erste Fraktionssitzung, in der der Vorsitzende gewählt wurde, der Gesetzesentwurf, der sich mit der Einführung der Ganztagsschule befasste, erklärt wurde und die Abgeordneten in die einzelnen Ausschüsse eingeteilt wurden. Gegen 11:30 Uhr begann das erste Plenum; in dem der Gesetzesentwurf vorgestellt und anschließend an die Ausschüsse übergeben wurde. In diesen wurden nun die einzelnen Artikel besprochen. Dabei wurde die Überlegenheit der CSU spürbar. Nun wurden weitere Franktionssitzungen durchgeführt, in denen die Parteien noch einmal die Möglichkeit hatten, einen Änderungsvorschlag zu machen. Im abschließenden Plenum durften die Fraktionen ihre Änderungen verlesen und eine Ansprache halten. Wegen des starken Gewichts der CSU-Fraktion trug das schließlich verabschiedete Gesetz jedoch deutlich deren Handschrift.
So endete das Planspiel gegen 14:00 Uhr und wir bekamen vor der Heimreise noch etwas Zeit eingeräumt, um Einkäfe zu erledigen. Die meisten Schüler waren der Meinung, dass der Besuch im Landtag ein Erfolg war und das Planspiel die Aufgaben der Abgeordneten sehr gut veranschaulichte.
Ich bedanke mich im Namen aller Beteiligten bei den Organisatoren und der begleitenden Lehrkraft.
Berlinfahrt des Kurses Politik und Zeitgeschichte
R. Gebel
Sechs interessante, abwechslungsreiche Tage in Berlin erlebte auch dieses Jahr eine 22 Teilnehmer umfassende Truppe politisch interessierter Schüler/innen, betreut von mir, ihrer Kursleiterin, mit tatkräftiger Unterstützung von Herrn Gerle. Nach einer turbulenten Bahnfahrt, hatten wir in Berlin ein umfangreiches Programm zu absolvieren: Am Dienstag Stadtrundfahrt mit Stop am Potsdamer Platz, dann die Gedächtniskirche, die Ausstellung 'Story of Berlin' mit Besichtigung des Atombunkers, schließlich Bummel am Kurfürstendamm und durchs KadeWe.
Am Mittwoch umrundeten wir die Museumsinsel und liefen über die Straße Unter den Linden zum Gendarmenmarkt mit Französischem und Deutschem Dom, erstiegen die Kuppel des Berliner Doms und vertieften uns im DDR-Museum in das Alltagsleben des verschwundenen Bruderstaats. Den restlichen Tag konnte jeder einem Museum seiner Wahl widmen.
Am Donnerstag ging es weiter mit den weniger amüsanten Seiten der DDR-Geschichte, in die wir im Mauer-Museum am Checkpoint Charlie, in der ehemaligen Stasi-Zentrale und im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen auf eindringliche Weise Einblick erhielten. Am Freitag besichtigten wir das Regierungsviertel, das Brandenburger Tor und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit dem 'Ort der Erinnerung'. Nachmittags folgte ein Planspiel im Bundesrat, dessen Haupträume wegen eines undichten Dachs gerade 'Baustelle' und nicht zu betreten waren. Daf¨r wurden wir am frühen Abend ausgiebig treppauf, treppab durch das Reichstagsgebäude geführt und in die Gepflogenheiten des Bundestags eingeweiht. Schließlich durften wir die frisch gereinigte Kuppel besteigen und ausgiebige Rundblicke über unsere Hauptstadt schweifen lassen, die uns dieses Jahr mit milden Temperaturen verwöhnt und die Gewitterregen fast nur während der Museumsstunden ausgegossen hatte. Mit einem letzten Schreck begann die Heimfahrt, als wegen Bauarbeiten zahlreiche S-Bahnen ausfielen, die uns zum Bahnhof bringen sollten. Glücklicherweise hatten wir aber noch geraume Zeit für eine Bahnhofs-Besichtigung eingeplant, die jetzt leider entfallen musste. Die restliche Heimfahrt verlief - trotz Zugentgleisung in Köln - ganz reibungslos (und größtenteils in tiefem Schlummer), und trotz der empfundenen Kürze der Zeit freuten sich die meisten auch wieder aufs gewohnte Bett und die heimische Küche.