Austausch
MEIN AUFENTHALT IN KAUFBEUREN
„Guten Morgen liebe Gastfamilie,
ich stelle mich vor. Ich heiße Anna Ceccato und ich bin 15 Jahre alt.
Ich bin Italienerin und ich wohne in einem Dorf nicht weit weg von Vicenza.
Ich besuche ein neusprachliches Gymnasium und ich lerne zur Zeit zwei Fremdsprachen: Englisch und Deutsch. Ich mag die deutsche Sprache sehr und aus diesem Grund möchte ich gern nach Kaufbeuren fahren um die Stadt zu besuchen und um meine Sprachkenntnisse zu verbessern.”
Das war, was ich in meinem ersten Steckbrief an Familie Zwiener im Sommer 2009 geschrieben hatte. Ich war jünger und mein Deutsch sehr schlecht! Seit jenem Jahr war ich noch dreimal in dieser wunderschönen Stadt : ein Mal im Winter als Klassenaustausch und zwei Male im Sommer. Meine vorhergehende Erfahrungen bei Familie Zwiener und Familie Prasch waren immer toll!! Ich habe vieles gemacht und gelernt, und vor allem hatte ich viel Spaß!
Diesen Sommer war mein letztes Mal in Kaufbeuren. Ich habe eine Woche von 23. bis 31. Juli dort verbracht. Ich war Gast bei der Familie Nahm-Elstner, die sehr bekannt ist, weil sie sehr engagiert mit den Aktivitäten des Gymnasiums ist (Gabi, die Mutter ist in Elternbeirat). Sie haben zwei Jungen: Michael (16) , Magnus (13) und eine kleine Tochter, die Puppe Maurizia, gennant auch Mausi.?
Alle haben mich herzlich aufgenommen. Sie waren immer gut gelaunt und das hat mich sehr gut gefreut!!
Probleme mit der Sprache hatte ich gar nicht (vielleicht am Anfang war ich ein bisschen „ angerostet“!!). Ich wurde fast immer verstanden und ich habe auch meistens gewußt, was die Leute mir sagen wollten.Auch in diesem Fall waren die Familien sehr,sehr geduldig!
Obwohl das Wetter nicht so schön war (meistens unbeständig, leider),hatte ich mit dieser Familie viel Spaß!
Ich kann sagen, dass die Woche sehr besonders und lustig war. Man hat oft gefeiernt: es gab das Straßenfest, das Schulfest und die Geburtstage von Michael und Magnus.
Während meines Aufenthaltes habe ich auch Sport gemacht. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben geklettert und zu meiner Überraschung habe ich den Sport „Faustball“ kennen gelernt. Übringens ist mein Aufenthalt mit der letzten Schulwoche zusammengefallen. Deshalb habe ich an vielen interessanten Aktivitäten teilgenommen statt den Unterricht zu besuchen. Es war nämlich einem ausführlichem Programm zu folgen: Schulfest, Kinotag, Wandertag, Gottesdienst und am Ende Zeugnisse.
Das Jakob-Brucker Gymnasium hat mir immer gefallen. Die Schule und der Unterricht sind in vielen Punkten ganz anders als bei uns in Italien. Ich bevorzuge das deutsche System und ich hätte Freude dieses Gymnasium zu besuchen. Es gibt auch eine angenehme Stimmung: viele schöne Bilder an den Wänden und grüne Plätze.
In Italien hat man Unterricht bis den letzten Tag des Schuljahres, und wenn es notwendig ist, macht man Klassenarbeiten. Wir bekommen keine persönlichen Zeugnisse im Juni, sondern die Noten von jedem Schüler werden in einer Tabelle (jede Klasse hat eine eigene Tabelle) in der Halle der Schule aufgehängt.
Das Jakob-Brucker Gymnasium bietet viele schöne Aktivitäten (Austausche und Reisen überall hin oder z.B. Robotika Kurs) an und ich glaube, dass auf diese Weise die Schülern sich einbezogen fühlen.
Das Schulfest hat mir sehr gefallen: die leckere Speisen, die Musik und die gute Gesellschaft ( Julia und die anderen am italienischen Stand) hatten mich sehr gefreut!
Was ich noch an Deutschland liebe:
Die Anziehungskraft Deutschlands überrascht mich immer!
Die Deutschen leben Natur und in Kaufbeuren kann man sicher pure Natur erleben.
Bei uns (besonders in meiner Stadt) ist die Landschaft anders und manchmal ein bisschen langweilig: viel Beton, kein Wald, einige Baume, die Hügel und viele historische Gebäude. Man respketiert die Umwelt in Deutschland mehr als wir Italiener.
Was ich immer sehr toll und lustig finde, sind die deutschen Flohmärkte, wo man viele schöne, seltsame und billige Sachen finden kann. Das finde ich eine gute Tradition, die bereits gebrauchten Dinge wieder zu verkaufen. Leider haben wir sie in Italien noch nicht.
Die Deutschen sind sehr sportlich. Ich bin der Meinung, dass ein Deutscher sich durch das Fahrrad kennzeichnet. Sie fahren damit immer und die Berge sind nicht so ein großes Problem wie für mich.
Ich fühle sozusagen, dass Kaufbeuren ein bisschen zu mir gehört.
Ich habe so viele schöne Erinnerungen an die Leute, die ich kennen gelernt habe, dass ich Kaufbeuren für meine zweite Stadt halten kann. Schließlich möchte ich gern „ GRAZIE“ für alles sagen!! Ich danke der netten Familie für die Gastfreundschaft, die sie immer bewiesen haben. Vielen dank Partner und Partnerinnen Maresa, Johanna, Michael, Magnus und Mausi (meine kleine Friseurin?) für eure Freundschaft. Ihr seid für mich wie Schwestern und Brüder gewesen!
Besonders bin ich der Lehrerin Frau Zedlitz sehr dankbar, die mir diese Moglichkeiten gegeben hat. Sie ist sehr nett und sie hat immer gute Familie vermittelt.
Höffentlich werde ich bald in Kaufbeuren wieder! Zur Zeit…
TANTI SALUTI DALL ’ ITALIA!!!
Anna Ceccato