Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren

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Fachschaftsaktivitäten

Die Arbeitswelt und Schule
Auf Einladung der Fachschaft Französisch kam Frau Gabriele Kunz von der Arbeitsagentur Kempten Ende Februar an unsere Schule. Lesen Sie den ausführlichen Bericht.

France Mobil
Die Fachschaft Französisch hatte am 29. 2. 2012 das France Mobil zu Gast. Das ist ein in den französischen Farben dekorierter Renault Kangoo, in dem junge Französinnen wie „unsere“ Fanny Vieillard aus der südfranzösischen Stadt Valence durch ganz Deutschland reisen und an Schulen für ihre Muttersprache und ihr Land werben. Dies ist möglich, da Deutschland und Frankreich ganz besondere, freundschaftliche Beziehungen verbinden, die 1963 mit dem Elyséevertrag begründet wurden. Auch heute noch ist es den Regierungen der beiden Länder ein Anliegen, die Jugendlichen für die Sprache des jeweiligen Nachbarlandes zu begeistern und es ihnen durch Austauschprogramme und Arbeits- und Studienangebote zu ermöglichen, das Nachbarland kennen zu lernen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und Auslandserfahrung und ein Stück Weltoffenheit zu erlangen. Der Grundgedanke dabei ist, dass es nie wieder Krieg zwischen den beiden Ländern geben soll.
Solche Überlegungen standen bei dem Besuch des France Mobil, den wir für unsere Schüler der 5. und 7. Klassen organisierten, nicht im Vordergrund. Sie stehen vor der Wahl einer neuen Fremdsprache. Für sie war es wichtig, erste Erfahrungen mit Französisch zu machen. Wie immer ihre Wahl auch ausfallen wird, schaden konnte es niemand, zu erleben, wie viel Spaß es macht, in einer anderen Sprache zu kommunizieren, sich mit dem Namen vorzustellen, mit einzelnen Worten über Spezialitäten oder Sportler zu sprechen, oder Musik zu hören, um dabei die Namen von französischen Städten zu erkennen. Bei dem Spiel „Stille Post“ kam es auf Schnelligkeit an. Welche Gruppe konnte einen französischen oder deutschen Begriff so schnell wie möglich weitersagen und das entsprechende Bild vom Boden ergattern und damit den Punkt für die Gruppe sichern? Auch wenn keine Vorkenntnisse vorhanden waren, war das Verständnis aller Anweisungen möglich. Die ganze Stunde wurde französisch gesprochen und die Schüler entdeckten ein Stück weit auch die fremde Kultur. Es hat ihnen erkennbar Spaß gemacht. Das Ziel, sei neugierig zu machen und ihre Freude am Kommunizieren in einer anderen Sprache zu wecken, hat Fanny erreicht. Sie hat zum Schluss den Schülern für ihren Besuch bei ihr gedankt, wir sagen unsererseits „merci“ für ihr Kommen.

Conteuse wieder am Jakob-Brucker-Gymnasium

  Der 17. 1. ist für einige Klassen der 7., 9., 11. und 12. Jahrgangsstufe der Tag, an dem sie mit "unserer" Conteuse auf eine Reise in die Welt der Phantasie gehen. Sie hören auf Französisch Geschichten mit hintergründigem Humor und einer zutiefst menschlichen Botschaft. Cahtérine bringt ihre so wohlklingende Muttersprache auf vielfältige Weise ein: die Schüler werden lachen, sich an ihrer Gestik, der Stimme freuen, zufrieden fest stellen, sie verstehen die Muttersprachlerin.  Vielen Dank Cathérine.

 

Französischer Tag mit Grundschülern
am 21.12.2011 veranstaltete das P-Seminar „Französische Küche“ aus der Q12 unter der Leitung von Frau Neher einen französischen Tag an der Beethovenschule Kaufbeuren. Der Tag, an dem die zwei dritten Klassen der Beethovenschule teilnahmen, stellte das Abschlussprojekt des P-Seminars dar. Im Mittelpunkt stand natürlich das Kochen mit den Grundschülern; doch sie sollten auch etwas über das Land und die Sprache unserer französischen Nachbarn erfahren. So wurden die zwei Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Klasse 3a machte sich sofort mit Freude und Begeisterung ans Werk und begann mit 7 Seminarteilnehmern Crêpes mit verschiedenen Füllungen, wie z.B. Apfelmus, Kartoffelbrei, Gemüse und Bananen mit Schokosauce, zuzubereiten. Als das Essen fertig war und der Tisch bereits gedeckt, machten sich alle ans Essen. Während die Klasse 3a beim Kochen war, spielte die Klasse 3b „mein rechter, rechter Platz ist frei“ mit französischen Begriffen und sang ein französisches Weihnachtslied. Anschließend durften die Grundschüler Schmuck für den Weihnachtsbaum basteln.Zudem wurde den Schülern durch einen Vortrag und ein Kreuzworträtsel Weihnachten, das Neujahrsfest und das Dreikönigsfest in Frankreich näher gebracht. Auch die „Bûche de Noël“ , ein französischer Weihnachtskuchen, und die „Galette des rois“ (Dreikönigskuchen), die die Seminarteilnehmer zuhause gebacken hatten, ließen sich die Kinder schmecken. Nach 2 Stunden wurden die Gruppen getauscht. Nun durfte die Klasse 3b kochen und die Klasse 3a durchlief die anderen Stationen. Bei einem Abschlussgespräch lobten die Kinder das Projekt, wobei einige sogar betonten, dass dies der schönste Schultag in ihrem Leben gewesen sei. Das P-Seminar freut sich über das gelungene Projekt und bedankt sich recht herzlich bei Frau Neher, die uns stets unterstützt hat und bei Fragen und Problemen zur Seite gestanden ist. (Maximilan Ebert, Tina Müller).




Victor Hugos Roman Les Misérables, aufgeführt in Memmingen
Der Roman erzählt von einem ehemaligen Sträfling, Jean Valjean, der, als er aus dem Gefängnis entlassen wird, so verhärtet ist, dass er vor keiner Untat zurückschreckt. Durch die Begegnung mit einem gutherzigen, wahrhaft christlichen Bischof wird er geläutert. Er erarbeitet sich unter einem falschen Namen Wohlstand, wird Bürgermeister einer kleinen Stadt und nutzt sein Vermögen und Ansehen, um Armen und Bedürftigen zu helfen. Als er mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird, stellt er sich dieser und er kann wieder ein neues Leben beginnen. Wieder kann er durch seinen Großmut und sein mildtätiges und selbstloses Handeln die Not vieler „misérables“ lindern. Es ist nicht nur diese Figur dieses „Heiligen“, die Hugos Kritik an der Gesellschaft zeigt, die das Elend so vieler zulässt. In die Rahmenhandlung sind auch die Pariser Volksaufstände von 1832 einbezogen, die der Autor mit deutlicher Sympathie sieht. Er schreibt in seinem Vorwort : „Solange nach Gesetz und Sitte eine soziale Verdammnis besteht, die künstlich inmitten der Zivilisation Höllen schafft (…) solange es auf Erden Unwissenheit und Elend gibt, können Bücher dieser Art nicht ohne Wert sein. “
Die Aufführung der Bühnenfassung dieses Werkes in Memmingen erinnert uns gerade in einer Zeit, in der Protestbewegungen wie „Occupy“ und die Aufstände in den arabischen Ländern die ungerechte Verteilung von Bildungschancen, finanziellen und sozialen Vorteilen bei vielen Empörung auslösen, an die Aktualität des Buches. Auch wenn die Figur des Valjean für viele von uns heute einen Beigeschmack von allzu großer Heiligkeit und Märtyrertum hat, so kann doch die Botschaft, die er übermittelt, nicht falsch sein. Soziale Ungerechtigkeiten können durch unsere Solidarität und Hilfe gelindert werden.
„On y va!“ hieß es am Freitagabend, den 9.12. für alle Interessenten aus der Q11. In Begleitung einiger Schülerinnen des Marien-Gymnasiums fuhren wir zu dem französischsprachigen Theaterstück ‚Les Miserables’ von Victor Hugo nach Memmingen. Mit einer abwechslungsreichen und wunderbaren Aufführung bescherten uns die französischen Schauspieler einen unterhaltsamen Abend. Wir danken Frau Kunzendorf, die diese Theaterfahrt organisierte und uns diesen Abend möglich machte.
Gabi Zedlitz
Tobias Krüger, Thomas Müller Q11