Wissenswertes über das Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren

Jeannette Fahry : Toleranz (11. Jahrgangsstufe)

Das Jakob-Brucker-Gymnasium blickt auf eine große Schultradition zurück und bietet seinen Schülerinnen und Schülern heute eine moderne und qualifizierte Ausbildung auf hohem Niveau. Ihren individuellen Neigungen und Fähigkeiten folgend können die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit zwischen der naturwissenschaftlich-technologischen, der sprachlichen und der humanistischen Ausbildungsrichtung wählen. Als großes staatliches Gymnasium bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern neben dem Pflichtunterricht in den Jahrgangstufen 5 bis 10 und einem breit gefächerten Oberstufenunterricht auch ein attraktives Angebot beim Wahlunterricht. Grundsätzlich ist es unser Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler in all ihren Anlagen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern, was selbstverständlich den musisch-ästhetischen Bereich einschließt. Zu unserem Selbstverständnis gehört aber auch die gewissenhafte Wahr­neh­mung des Erziehungsauftrags. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Eltern die uns anvertrauten jungen Menschen auf ihrem Weg zu weltoffenen, toleranten und selbstbewussten Persönlichkeiten zu fördern und ihnen das Bewusstsein zu vermitteln, dass demokratische Gemeinschaften in hohem Maße auf die politische und soziale Beteiligung all ihrer Mitglieder angewiesen sind. Baulichkeiten Seit 2007 gibt es ein drittes Gebäude, die Mensa. Hier sind eine Küche, der Speisesaal und zwei Gruppenräume untergebracht.

Kurze Geschichte der Schule:

Jahr Ereignis
1906 Gründung eines sechsklassigen Progymnasiums
1938 Oberrealschule und Progymnasium
1948 Oberrealschule mit Gymnasium
1965 Staatliches Gymnasium Kaufbeuren
1998 Jakob-Brucker-Gymnasium

Lebenslauf unseres Schulnamensgebers Jakob Brucker:

Jakob Brucker Für ausführliche Informationen klicken Sie bitte hier Jakob Brucker wurde am 22. Januar 1696 in Augsburg geboren. Von 1715 bis 1720 studierte er in Jena evangelische Theologie, Philosophie und Orientalistik. 1724 kam er als evangelischer Pfarrer an die Dreifaltigkeitskirche nach Kaufbeuren. Mit dieser Stelle war auch das Rektorat der evangelischen Lateinschule verbunden und Brucker war über zehn Jahre lang deren Rektor und einziger Lateinlehrer. Neben seinen seelsorgerischen, pfarramtlichen und pädagogischen Pflichten widmete sich Brucker während seiner Kaufbeurer Zeit v.a. auch der Philosophiegeschichte. In Kaufbeuren schrieb er das siebenbändige Werk "Kurze Fragen aus der philosophischen Historie von Anfang der Welt bis zur Gegenwart", das in den Jahren 1731 bis 1736 erschien und 9153 Seiten umfasst. Entgegen ihrem bescheidenen Titel ist dies in Deutschland die erste Geschichte der Philosophie, die alle ihre Strömungen bis ins 18. Jahrhundert erfasst und kritisch darstellt. Ihre Wirkung war enorm. Sie brachte Brucker begeisterte Rezensionen in Westeuropa und floss in Diderots Enzyklopädie ein. Auch wurde er aufgrund dieser Veröffentlichung Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Vereinigungen, darunter die Akademien der Wissenschaften in Bologna, Berlin und München.

Was hat das Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren zu bieten?

Das Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren bietet Ihnen mit seinen drei gymnasialen Ausbildungsrichtungen ein breites Bildungsangebot. Dabei werden folgende Schwerpunkte betont:

Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium

Neugierig forschen, experimentieren und mit Weitblick die verschiedensten Bereiche unseres inzwischen komplizierten Lebens kennen lernen – das sind Leitgedanken dieses Schulzweiges. Nach der kindlich-spielerischen Entdeckungsreise im Fach Natur und Technik ermöglicht der deutlich verstärkte Physik- und Chemieunterricht einen fundierten Einblick auch in komplizierte naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge. Der zusätzliche Informatik­unterricht mit insgesamt sechs Wochenstunden bietet auf mehreren Ebenen einen gründlichen Einstieg in die Informationstechnologie. Die Physik spannt den Bogen vom einfachen Experiment bis zur strengen mathematischen Formulierung von Zusammenhängen. Ziel der Chemie ist es wiederum, die Vielfalt der Stoffe auf unserer Erde und ihre Verwandlungsfähigkeit kennen und einordnen zu lernen. Der inzwischen selbstverständliche Computereinsatz eröffnet dabei Möglichkeiten, welche im bisherigen Unterricht undenkbar waren. Die übergeordnete Zielsetzung des Zweiges ist hohe Kompetenz in der Realisierung des technischen Fortschritts und kritischer Beurteilung seiner gesellschaftlichen Auswirkungen. Durch die Verbindung zweier Fremdsprachen mit den Naturwissenschaften vermittelt diese Ausbildungsrichtung eine breitgefächerte Bildung, mit der die europäische multikulturelle Gesellschaft aktiv mitgestaltet werden kann.

Sprachliches Gymnasium

Diese Ausbildungsrichtung bietet die Gelegenheit zum Erlernen des Französischen als dritte Fremdsprache nach Englisch und Latein. Neben Englisch ist es die zweite moderne Fremdsprache. Wer sprachbegabt und an der französischen Kultur und Lebensart interessiert ist, kann ab der  8. Jahrgangsstufe intensiv und zügig umfassende Französischkenntnisse erwerben und diese in der Kollegstufe im Grund- oder Leistungskurs noch vervollkommnen. Schülerinnen und Schüler, die Französisch als 3. Fremdsprache lernen, können auf bereits vertraute Elemente der beiden anderen Sprachen zurückgreifen, da viele französische Grammatikstrukturen und Wörter ihre Wurzeln im Lateinischen haben und ein beträchtlicher Teil des englischen Vokabulars ursprünglich aus dem Französischen kommt. Englisch und Französisch zu sprechen ist heute eine hervorragende Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Sprachliche und damit interkulturelle Kompetenz fördert gegenseitiges Verstehen und Toleranz in einem Europa, das durch sprachliche Vielfalt gekennzeichnet ist. Die Beherrschung der französischen Sprache eröffnet nicht nur persönliche und berufliche Chancen, das Kennenlernen einer anderen Kultur ermöglicht auch einen neuen, objektiveren Blick auf die eigene Lebensart.

Humanistisches Gymnasium

Humanistische Bildung will im medialen Getümmel einer in ihren Wertvorstellungen verunsicherten Zeit eine Alternative sein. Die Auseinandersetzung mit klassischen Texten und der Ausblick auf ihr Fortwirken in unserer Zeit eröffnen die Chance ein selbstständiges Denken zu entwickeln mit dem Ziel, auch die eigene Zeit kritisch zu prüfen, um frei für eigene Entscheidungen und verantwortliches Handeln zu werden. Mit besonderer Betonung des Sprachunterrichts vermittelt das Humanistische Gymnasium ausgewogene Kenntnisse in allen Bildungsbereichen. Der Latein-Unterricht ist dabei ein wichtiges Fundament für die gymnasiale Laufbahn. Er fördert mit Grammatik und Wortschatz nachhaltig die Muttersprache Deutsch und hält zu genauem Lesen und Nachdenken über Geschriebenes und Gesprochenes an. (Förderung der Sprach- und Lesekompetenz!) Als Basissprache Europas bereitet das Lateinische gut auf alle anderen Fremdsprachen, die in der Schule gelehrt werden, vor, also auf das Englische (ca. 70 % Anteil an „lateinischen“ Vokabeln) und die romanischen Sprachen wie Französisch, Italienisch oder Spanisch. In der Mittel- und Oberstufe stehen im Latein- und besonders im Griechisch-Unterricht neben Geschichte, Philosophie und Politik die verschiedensten menschlichen Lebensbereiche und –fragen im Vordergrund (z. B. die Verantwortung des Einzelnen gegenüber seiner Umwelt und dem Staat, Glück und Freiheit, Recht und Unrecht). Wie Sie anhand der Sprachenfolgen erkennen können, ist die schulische Laufbahn Ihres Kindes bei uns mit dem Eintritt in die 5. Klasse und der damit verbundene Wahl der ersten Fremdsprache - Englisch oder Latein - noch nicht festgelegt. Je nach Neigungen und Talenten kann man in der 6. bzw. 8. Klasse neu entscheiden, welche der oben angeführten Ausbildungsrichtungen die angemessenste ist.

Ein weiterer Vorteil des Jakob-Brucker-Gymnasiums ist die Schulgröße, die es gestattet, eine große Anzahl von Kursen in der Kollegstufe anzubieten. Dass unsere Schule mit zeitgemäßen Unterrichtsmitteln ausgestattet ist, versteht sich von selbst. Außerdem wird unsere Schule koedukativ geführt - das heißt, dass Jungen und Mädchen so selbstverständlich und natürlich miteinander lernen, wie sie im Alltag aufwachsen und später in Studium und Beruf zusammenarbeiten werden.


Das Schulleben beschränkt sich aber nicht nur auf den Pflichtunterricht, sondern es wird durch ein breit gefächertes Angebot an Wahlfächern und Arbeitsgemeinschaften ergänzt. Eine Liste des aktuellen Angebotes finden Sie hier

Darüber hinaus gehören zu einem lebendigen Schulleben auch Fahrten und Auslandskontakte.

So führen wir in den 6. Klassen (manchmal auch schon in den 5.) einen Schullandheimaufenthalt durch. Für die 8. Klassen ist im Winter ein Wintersportwoche geplant und die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe gehen auf eine Studienfahrt. Ergänzt wird dieses Fahrtenprogramm durch die Orientierungstage, die, so weit die Schüler Interesse daran zeigen, von den 9. Klassen durchgeführt werden können.
Eine Besonderheit unseres Gymnasiums liegt sicher darin, dass wir internationale Schulpartnerschaften mit Schulen in Frankreich (Crest und Figeac), Italien (Vicenza) und der Tschechischen Republik (Gablonz a. d. Neiße) unterhalten. Dass es sich dabei nicht um sporadische Kontakte, sondern um echte und lebendige Beziehungen handelt, wird daran ersichtlich, dass wir jedes Jahr ausländische Gäste bei uns haben und unsere Schüler die Partnerschulen besuchen.

Schulgebäude, Schulgelände

Das Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren ist in zwei Schulgebäuden in der Neugablonzer Straße 38 und 40 (Postanschrift) untergebracht. Das Schulgelände schließt vier Turnhallen und die äußerst großzügigen Freiluftsportanlagen ein, die noch durch nicht weit entfernte städtische Sportanlagen ergänzt werden. Die Baulichkeiten sowie die Ausstattung entsprechen den Erfordernissen eines modernen Unterrichts und bieten so die Möglichkeit, unsere Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten.

Verkehrsanbindung
Die zentrale Lage der Schule verbindet Altstadtnähe mit günstiger Verkehrsanbindung. Der Busbahnhof am Plärrer und der Bahnhof sind in fünf bzw. zehn Gehminuten zu erreichen, einige Buslinien halten unmittelbar vor dem Schulgelände.

Schulträger:
Freistaat Bayern

Zuständige Schulbehörde:
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus - München
Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Schwaben - Augsburg

Sachaufwandsträger:
Stadt Kaufbeuren
Unsere Schule